Freitag, 19. Mai 2017

Via Rhôna


Radführer Rhôneradweg

Wer den Rhôneradweg (ab Genf) fahren will, findet bei
einen Radreiseführer: 

Blogbericht zur Reise in der rechten Seitenleiste unter: F: Basel-Perpignan


Sonntag, 30. April 2017

Donnerstag, 27. April 2017

Bahnanreise Hamburg - Frederikshavn (DK)




Schnäppchen mit Hindernissen

Es lohnt sich, ein bisschen mit den Fahrplänen zu jonglieren.

Für unsere 8-Tage-Radreise im Juli dieses Jahres habe ich mal wieder ein günstiges Ticket für unsere Bahnanreise ergattert.
Meine Frau hatte sich den Norden Dänemarks gewünscht: von Hamburg aus gut zu erreichen für eine Kurzreise.
So war ich also wieder in der Fahrplanwelt unterwegs!
Geplant war die Anreise mit Nahverkehrszügen, die wir vor zwei Sommern so schon gemacht hatten und als überraschend komfortabel erlebt hatten:
keine Vorplanung, keine Reservierung, keine Festlegung auf einen bestimmten Zug, angenehm leere Züge, leichtes und bequemes Umsteigen (siehe den Bericht „DK: Nordseeküstenradweg“).

Beim Hinabsteigen in die Fahrplanwelt allerdings erregte ein Zug einer bestimmten Fernverkehrsverbindung meine Neugier - und nur auf den Fernverkehrsverbindungen gibt es die Sonderangebote:

es gibt einen IC, der von Hamburg nach Aarhus fährt (nicht täglich); zusammen mit einem dänischen Fernverkehrszug (Lyntog) kann man dann nach Frederikshavn kommen – fast an die Nordspitze Dänemarks – und das mit nur einmal Umsteigen zu einem  
unschlagbar günstigen Preis,
natürlich nur, wenn man das Angebotsticket „Sparpreis Dänemark“ buchen kann;
für mich als Inhaber der Bahncard 25 sind das 33,80 Euro.
Dann muss man natürlich frühzeitig buchen, zumal ja die Fahrradplätze auf den Nord-Süd-Transversalen im Sommer immer schnell ausgebucht sind. 
 
Tja – und da setzten die Hindernisse ein!!
Für meinen Anreisetag war heute die erste Buchungsmöglichkeit: also alles paletti?
Die Fahrkarte konnte ich kaufen; aber wieder einmal machte die Fahrradplatzbuchung Probleme:
Vorbuchungsfrist für den deutschen IC: 3 Monate; also alles gut
Vorbuchungsfrist für den dänischen Lyntog: 2 Monate; also nicht alles gut!

Ich habe es jetzt zusammen mit dem Reisecenter der DB so gemacht:
1.     Erst einmal haben wir Hafas, das Bahnauskunftssystem, korrigiert und den Umsteigebahnhof Fredericia durch Aarhus (Endhaltestelle) ersetzt und dann einen Fahrradplatz bis Aarhus reserviert. Damit sind wir mit dem Fahrrad schon einmal ganz schön weit im Norden
2.     Für die Weiterfahrt nach Frederikshavn im Lyntog werde ich dann in einem Monat noch einmal im Reisecenter auflaufen und Fahrradplätze reservieren lassen
3.     Sollte das wider Erwarten nicht funktionieren bzw schon ausgebucht sein, können wir von Aarhus immer noch mit einem anderen Zug (halbstündlich) weiter nach Norden Richtung Frederikshavn (und ev weiter nach Skagen) fahren - je nachdem, wo wir uns entschlossen haben auszusteigen.
4.     Außerdem: sollten die Winde widrig sein und permanent von West wehen, können wir auch noch umdisponieren:
von Aarhus dann mit geringen Mehrkosten auf einem Regionalzug weiter ins Innere von Jütland fahren (z.B. Viborg), aussteigen, und dann mit dem Wind im Rücken erst einmal in östliche Richtung fahren

Donnerstag, 30. März 2017

Radfahren auf Mallorca / Titelpost



Titelpost
Radfahren auf Mallorca
Mallorca ist als Radfahrerdestination bekannt; allerdings nur als "Trainingslager" für Radsportprofis und für Radsportferienangebote.
Diese Rubrik jedoch(rechts in der Seitenleiste anklicken) zeigt Impressionen von Tages- und Halbtagesgenussrundtouren.
Die müssen dann allerdings - je nach Standort - mit dem Auto angefahren werden.
Die Serie wird fortgesetzt.
Auf diesen Touren kann man auf genussvolle Weise Mallorcas schöne Landschaft abseits der Touristenballungen erleben - und zwar ohne Gruppengeschwindigkeitszwang, ohne Guide und mit Stopps, wo immer man will.

                      


Inspirationen findet man z.B. auf der openfietsmap: eine Karte, die einen glücklich macht! (siehe auch unter "Blog: 2014", Post vom 5. Juni 2014).
Desweiteren standen mir folgende gedruckte Karten zur Verfügung:


Neu: eine Liste der beschriebenen Touren mit den Nummern der Tracks.
Die Tracks finden Sie im Ordner Mallorca in der Dropbox. Link siehe weiter unten

Tracknummer                                                                                            Post vom...


1
rund um Selva
 (18 km)
22.3.2012
2
Campanet Achter
 (18 km)
13.4.2013
3
Sa Poblarunde
 (25 km )
22.3.2012
4
Via Verde Manacor – Artà einfach
 (30 km)
24.10.2014
5
Artà – San Llorenc   Schleife
 (30 km)
24.11.2014
6
rund um Sencelles 
 (27 km)
24.11.2014
7
Schleifen Llucmayor
 (33/34km)
24.11.2014
8
Campanet – Pollenca einfach
 (16 km)
24.11.2014
9
Manacor – Inca
 (47 km)
11.3.2015
10
rund um den Incaberg
(20 km )
22.3.2016
11
Alcudiarunde               
(54 km)
20.3.2017
12
Botanicactus
(17/26 km)
22.10.2016
13
rund um San Llorenc 
(41 km)
12.3.2017
14
Costitx – Algaida         
(32 km)
18.3. 2017
15
rund um Manacor 1
(58 km)
20.3.2017
16
rund um Mancor 2 (erweiterte Nr 13)
(63 km)

17
Caimari – Mancor – Lloseta
 (24 km)
22.3.2012

Die Tracks sind in der Dropbox im Ordner Mallorca;

Link zur Dropbox siehe unter: Kontakt.
Link zu diesem Einzelordner mit Mallorcatracks:
https://www.dropbox.com/sh/osamxfenngfotxk/AACOlaujePuv9S_eJ1izFPEHa?dl=0

 
nahe Pollenca im Mai/  Foto: MalleKalle

Donnerstag, 23. März 2017

Radfahren auf Mallorca (16)


Radfahren auf Mallorca

Heute geht es nicht um eine Strecke, sondern ums Gefühl.
Und das ist unvergleichlich – ein Gefühl zeitlicher Ungebundenheit, von Freiheit.

Ich bin heute – an meinem letzten Tag hier in diesem Frühjahr - noch vor dem Frühstück auf meiner Lieblingsstrecke nach Campanet gefahren. Das schlechte Wetter, das für morgen passend zu meiner Abreise angekündigt ist, hatte schon seine Vorboten geschickt: leichter Wind, feuchtere Luft, einige Wolken, über der Tramuntana dräute es dunkel, und es war nicht mehr ganz so warm.
Aber die feuchtere Luft transportierte die Frühlingsdüfte Mallorcas viel besser, so dass ich ganz beglückt und schon etwas sentimental die Strecke entlang raste.
Ja: raste! Denn der Anstieg kommt nämlich immer zum Schluss. Alle Orte – wenn sie nicht in der platten Ebene liegen – sind auf Mallorca auf Hügeln gebaut. Das war in Zeiten, wo Mallorca regelmäßigen Piratenüberfällen ausgesetzt war, sicher eine sinnvolle Maßnahme.... 

 
Auf den Wiesen blüht im Moment der Affodil; auf den nicht abgeweideten blühen Margariten; bald werden die wilden Gladiolen aufgehen.
Diese so typischen Weiden: ein bisschen steinig, jetzt im Frühjahr sehr grün, im Sommer braun, im Herbst wieder grün, mit mächtigen Bäumen darauf (Oliven-, Feigen-, Mandel- oder Johannisbrotbäume). Auf einigen weiden Schafherden mit ihren bimmelnden Glocken, was neben dem Zwitschern der Vögel der typische Sound des ländlichen Mallorca ist.

 



In Campanet kaufte ich in einer versteckten Bäckerei zwei Ensaïmadas, das traditionelle Frühstücksgebäck der Mallorquiner: eine weiche Hefeschnecke, mit Schmalz gebacken und mehr oder weniger dick mit Puderzucker bestreut: wunderbar zum Milchkaffee.
Etwas, was ich mir leider nicht zu oft gönnen darf, sonst würde meine Waage warnend die Anzeige verstellen... 
(Saïm ist das Wort für Schmalz; la Ensaïmada also „die Eingeschmalzte“).



In dieser Bäckerei soll es angeblich die besten Ensaïmadas geben; ob dem so ist, weiß ich nicht, aber gut waren sie. Da es ein (etwas altmodisches) Frühstückgebäck ist, sind die immer früh ausverkauft. Ich bekam kurz nach neun die letzten zwei!
Ich kehrte also in die mir bekannte Bar am zentralen Platz gegenüber der Kirche ein – wegen des Windes saß ich dieses Mal drinnen – und bestellte ein café con leche und ein bocadillo con queso y jamon (Schinken-Käse-Brötchen).




Zum zweiten Kaffee verspeiste ich dann die mitgebrachten Ensaïmadas: heute also ein Frühstück der Fülle. Am letzten Tag darf das mal sein.

 

eine Ensaïmada
(Foto anderer Tag/ anderer Tisch)

In der Bar war wie in allen südlichen Ländern schon ordentlich Betrieb. Hier trifft sich das Dorf auf einen Kaffee und einen Schwatz. Auch saßen hier viele entspannte alte Männer herum. Sie hatten ihr Entspannungsgetränk offensichtlich schon vor 9 Uhr eingenommen.....Jedenfalls geht hier auch schon morgens reichlich Alkohol über den Tresen.




Als ich gegen 10 Uhr wieder aufbrach, begann gerade die Invasion der Rennrad-Sport-Touristen, die von der anderen Seite des Ortes kommen (mit einem richtig fiesen Anstieg!).
Um diese Jahreszeit ist Hauptsaison für diese Art Sportferien. Sie kommen meist im Pulk und fahren fahrspureinnehmend nebeneinander.



Jede Bar wirbt gern um diese Klientel, indem sie obige praktischen Fahrradständer aufstellt. Eine verblüffend einfache Lösung! Warum gab es die nicht schon lange vorher?
Ich war etwas verwöhnt von meinem Norwid Reiserad mit geradem Lenker, Maguras hydraulischen Bremsen und einer Nabenschaltung mit Drehgriff von Rohloff.
Inzwischen bin ich ziemlich eins mit meinem gebraucht gekauften Inselrad (Checker Pig) mit seinem Rennlenker und der Shimano Ultegra Schalt-Bremskombination.
Für das nächste Jahr werde ich das Tretlager austauschen müssen.

Im Sommer werde ich wieder hier sein. Aber dann ist eher kein Radfahrwetter – jedenfalls nicht für längere Touren: zu heiß!

Adios!

Montag, 20. März 2017

Radfahren auf Mallorca (15)


Rund um Manacor
(62 km)

Das Pfadfindersein macht mir Spaß.
Nicht im klassischen Sinne, sondern ganz im Wortsinn.
Das fängt bei mir theoretisch an, indem ich auf der Karte Wege und Touren heraussuche, die landschaftliche Schönheit und angenehmes Radeln versprechen.
Dabei hilft mir eine qualifizierte Karte (z. Zt. openfietsmap.nl) und natürlich meine jahrzehntelange Übung im Kartenlesen.
Aber selbstverständlich bleiben immer Fragen offen, die erst das tatsächliche Abfahren der Strecken klären kann.
So ist es auch mit meiner erst kürzlich entworfenen Inselumrundung.
Aber ich hatte jetzt Gelegenheit, ein paar dieser offenen Fragen zu schließen.
So kam die Rundfahrt um Manacor zustande: der Teil zwischen Felanitx und Son Carriò ist Teil der Inselumrundung.
Da gab es eine Teilstrecke, die als nur für Mountainbike geeignet gekennzeichnet war.
Und so war es auch: ich mit meinen schmalen Rennradreifen musste beim Abfahrtsteil der Strecke sehr vorsichtig sein. Immer wieder kamen mal Löcher, mal Sandnester vorbei. Der starke Wechsel von Licht und Schatten machte das Erkennen schwer.
Wenn man sich unsicher fühlt, kann auch zeitweises Absteigen das Mittel der Wahl sein.
Oder man macht die Tour mit einem Mountainbike....
Aber es waren nur zwei Kilometer, die über eine waldige Kuppe gingen, wo ich vorsichtig fahren musste. Absteigen musste ich nicht. Als Belohnung duftete es dort intensiv nach dem blühenden Ginster. Und was sind schon zwei Kilometer?

Die ersten 21 km nach Felanitx waren im Flachen auf aphaltierten Wirtschaftswegen,
weiter östlich dann in die Gegenrichtung war es schon etwas gewellter, aber von unvergleichlich landschaftlicher Schönheit. Bei Tkm 49 war ich dann in Son Carriò, wo ich die restlichen 13 km zurück nach Manacor auf der schon bekannten Eisenbahntrasse zurücklegte; ab San Llorenc dann im rasenden Tempo, weil die Strecke dezent abwärts ging. Da bremsten nur die zahlreichen Umlaufsperren....

ruhige Kulturlandschaft: es grünt und blüht 

in Felanitx herrschen sonntägliche Aktivitäten: es ist Markt 




eine mächtige Kathedrale
da hinten kommen die Hügel

hier bin ich auf der waldigen Kuppe; vorsichtiges Navigieren ist angesagt
  
und dann die Überraschung in Son Macià:
 in diesem Nest ein gutes Restaurant, irritierenderweise mit deutscher Speisekarte

Fischsuppe: preiswert und ausgezeichnet
 
regelmäßige Radreiseblogleser wissen es schon:
wenn noch weiter gefahren werden muss, ist Schmalhans Küchenmeister. Seufz!
Es gibt nur Suppe und Salat. 

ein Feigenbaum kurz vor der Blätterentfaltung 
hier hinter Son Macià geht es wieder leicht aufwärts.....


Obwohl es nur Suppe und Salat waren, sind die Beine schwer...
aber die Landschaft ist zauberhaft!

die ganze Strecke kurz hinter Felanitx bis kurz vor Son Carriò ist einsam und wunderschön
  

zwischendurch Ausblicke zum Meer
und eigentlich keine Autos.......
durch den Weinberg hindurch wieder Blick auf´s Meer
In Son Carriò Treffen von Pferdeliebhabern, die schon leicht angeheitert sind
Rad und Fahrer haben noch eine letzte kleine Pause in Son Carriò ....
und dann geht es zurück nach Manacor 


Dieser Einzeltrack findet sich in der Dropbox im Ordner Mallorca unter dem Titel "Rund um Manacor 1"
oder mit diesem link: