Donnerstag, 7. Dezember 2017

Fahrradmitnahme im TGV Lyria



...es ist liegt ein Fluch auf der Fahrradmitnahme
Neues von der SNCF


Es muss ein Fluch auf mir liegen! Das könnte man zumindest denken, wenn man abergläubisch wäre.
Ich bin mal wieder – alle Jahre wieder - in Vorbereitung auf meinen Radreisevortrag in die Tiefen der Fahrplanwelt gegangen.....

Anfang dieses Jahrhunderts – als ich wieder mit meinen Frankreichreisen anfing -  erzwang ich eine Fahrradmitnahme im sogenannten Pinienexpress, der von Nizza hoch in die Berge geht. Als man mir das verweigern wollte, zeigte ich Ihnen einfach einen Auszug aus den Beförderungsbedingungen, den ich gottseidank ausgedruckt hatte.
Als ich ein Jahr später die Reise wieder mit dieser Fahrt beginnen wollte, hatten sie die Beförderungsbedingungen geändert!
Nachdem die SNCF die Fahrradmitnahme in den TGVs von Paris nach West und Südwest eingerichtet hatten und dafür von mir gepriesen wurden, weil das in Kombination mit dem Nachtzug Hamburg-Paris so ungemein praktisch war, wurde eben jener Nachtzug eingestellt.
Aber kein Problem: im Jahr darauf nahm ich die TGV-Verbindung, die über Karlsruhe  und Straßburg nach Paris führte. Ein Jahr später wechselten sie die Zuggarnitur aus: Der DoppelstockTGV nimmt leider keine Fahrräder mit.
Aber da war ja noch die ganz gute Verbindung über Luxemburg, die ich darauf entdeckte. Leider haben diese TGVs seit dem letzten Jahr auch keine Fahrradmitnahme mehr.
Und die vielgepriesenen französischen Nachtzüge, die einen über Nacht weit nach Süden bringen und auch wieder zurück, sind weitgehend eingestellt worden  oder werden es in Kürze...
Mein Rettungsanker für die Verbindungen nach Paris – denn über Paris muss man fahren - waren immer die Schweizer TGVs (TGV Lyria), die schon aus der Schweizer Tradition heraus die Fahrradmitnahme anbieten.
Stop! Fast muss ich sagen: anboten.
Denn das gilt nur noch bis übermorgen.
Danach ist nur noch ein demontiertes Rad erlaubt mit engen Maximalmaßen. Wie soll man das machen mit den ganzen Anbauten an einem Reiserad?
Ja,  mit einem Rennrad ist das kein Problem. Aber ein Reiserad ist ein Reiserad!
Ich hoffe, dass die Verbände aufwachen und eine Aktion starten so wie damals bei Eurostar!

Also lautete meine Frage:
kann man die Reise so, wie ich sie 2011 gemacht habe, auch im nächsten Sommer noch machen? Es wird eng, aber die Antwort ist ja!

Aber das war schwer herauszubekommen. Wenn man auf der Website der SNCF ist, ist man verloren: hübsche bunte Bildchen, vieles ist verschaltet oder veraltet, ein neues Logo mit der Namensänderung und aufgeblasener Geschichte dahinter (sie heißen jetzt QUI, was Ja heißt, aber auch eine Verballhornung des englischen we für wir ist. Ich glaube, es soll dabei heraus kommen: We go = OUIgo). Alles nur Augenpulver, das Modernität vortäuschen soll. Einen ordentlichen Fahrplan können oder wollen sie nicht machen! (Die Macher der Website fahren bestimmt nur Sportwagen...)
Oder wie soll man sich erklären, dass der Intercité von Mulhouse nach Paris Est einfach nicht in den Verbindungen auftaucht, weil die TGV-Verbindungen schneller sind? Einen Filter, der die TGVs herauslässt, gibt es nicht. Nur wer die Zugnummer kennt, kann ihn finden. Aber wer kennt die schon?

Hier muss ich das Loblied der deutschen Bahn mit seinem Online Auskunftssytem Hafas singen: die zeigten mir die alternativen Verbindungen auf, nachdem ich bei Verkehrsmittelwahl die ICE (und dem gleichgestellte Züge) weggeklickt hatte (....die französische Fahrradmitnahme haben sie allerdings noch nicht implementiert...).

Es geht also um die Anreise nach La Rochelle und die Rückreise von Béziers.
Den detaillierten Verbindungsplan mittels Screeshots habe ich in einen Ordner in die Dropbox gestellt, den man über untenstehenden link erreichen kann. Natürlich sind das nur Pläne für einen Beispieltag. Wer diese Reise oder so ähnlich plant, muss die Verbindung für den konkreten Tag überprüfen.

Ist also eine Anreise ohne Zwischenübernachtung möglich?
Hier die Kurzfassung:

Für die Hinreise kann nimmt man den Nacht-IC nach Basel (IC 209): der hat eine frühe Ankunft. Dort steigt man in einen Regionalzug nach Mulhouse um, wo man den Intercité 11842 entern kann, der ja bekanntlich Fahrräder mitnimmt.
Der bringt einen bis Paris Est, wo man durch die Stadt radelt zum Gare de Montparnasse. Dafür hat man 90 Minuten Zeit: das ist reichlich!
Um 16.16 Uhr ist man dann in La Rochelle. Man könnte sicher auch noch eine spätere Verbindung in Paris nehmen. Aber den frühen Intercité in Mulhouse muss man kriegen!

Für die Rückreise   gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Wer den Termin schon vorher festlegen kann oder muss, reserviert im TGV 6868; es gibt Wegemöglichkeiten über Genf, Dijon oder Nancy. Die Rückreise über Genf und Basel halte ich für am bequemsten.
Im allergünstigsten Fall kann man schon um 16.13 in Basel weiterfahren und ist dann (mit einigem Umsteigen) schon  um 1.20 Uhr z.B. am Hamburger Hauptbahnhof.
2. Wer sich noch nicht auf ein Rückreisedatum festlegen kann oder will, kann auch sehr bequem mit Nahverkehrszügen und reservierungsfreien Schweizer ICs nach Basel kommen.
Er muss sich dann lediglich am Tag vor der Rückreise um eine Fahrradplatzreservierung im deutschen IC kümmern und ggf zusätzlich um einen Liegeplatz im NIghtJet der ÖBB.
Alle Leser, die aus der Mitte oder dem Süden der Republik kommen, haben diese Problem natürlich nicht: Sie kommen vermutlich gut hin nach Basel und auch gut wieder weg.

hier geht es zu den Bahnverbindungen!

Samstag, 2. Dezember 2017

Filmvortrag


Filme gegen die Kälte!


Vielleicht ist es schön, sich in dieser dunklen und nasskalten Jahreszeit mit den Gedanken an den kommenden Sommer zu trösten.
Eine schöne Gelegenheit dazu ist am
Montag, den 18. Dezember, um 19 Uhr, in der Geschäftsstelle des ADFC Hamburg, 
Koppel 34-36.
Dort zeige ich den Film über meine Sommerreise 2011
„ vom Atlantik zum Mittelmeer“
Ich hatte ja in diesem Frühjahr mein Material neu gesichtet und eine Auswahl zu einem Film montiert.
Dort auf dem Themenabend des ADFC Hamburg ist dann auch Gelegenheit, Fragen dazu zu stellen und über die An- und Abreise zu diskutieren. Ich werde zu dem Zweck auch noch einmal eine frische Internetrecherche auf der Website der SNCF machen.

Radweg im Wald hinter den Atlantikdünen

der Hafen von La Flotte auf der Insel Ré

einsamer, langer Radweg durch den Wald in den Landes

Der Canal du Midi

Olargues in den Montagne Noir

Montag, 6. November 2017

Bett und Bike


Bett + Bike

Der ADFC hat sich ja vor langer Zeit daran gemacht, bessere Infrastruktur für Radreisende zu fordern und zu fördern.
Unter anderem haben sie die Qualität der Fernradwege nach bestimmten Kriterien bewertet. Diese Sternezertifizierung ist ein voller Erfolg geworden und wird von den Fremdenverkehrsinstitutionen sehr gern übernommen und ist Teil ihrer Werbung für ihre jeweilige touristische Region.


 Eine weitere Maßnahme des ADFC war die Förderung von radfahrergerechten Unterkünften. Da haperte es früher ja ziemlich.
Dazu haben sie die Initiative Bett + Bike gegründet.
Um so gelabelt zu werden, mussten die Beherbergungsbetriebe bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Die kann man nachlesen auf der Seite 
Mir selbst hat es sich schon einmal als sehr nützlich erwiesen, einen Raum zu haben, wo ich eine kleine Reparatur durchführen konnte; und das passende Werkzeug war dann auch vorhanden.
Dass man als Radfahrer einen verschließbaren Raum für sein teures Stück braucht, halte ich für selbstverständlich, hat sich aber noch nicht überall durchgesetzt.

Beispiele: von mir besuchte BettundBike Betriebe
Hotel Pip-Margraff, Ostbelgien St. Vith; siehe auch: D: von Aachen zur Mosel 1/ rechts in der Seitenleiste
hotel-well.de Wittlich; siehe auch: D: von Aachen zur Mosel 2/ rechts in der Seitenleiste
schlosshotel-gedern.de ; siehe auch: D: Deutschland für Flachlandradler/ rechts in der Seitenleiste
krikvigcamping.dk ; siehe auch: DK: Nordseeküstenradweg/ rechts in der Seitenleiste

Auf jeden Fall ist die Suchfunktion auf der Bett+Bike Website ein gutes Planungsinstrument für Reisende, die auf Nummer sicher gehen wollen.
Man muss ein bisschen das Suchen üben und sich nicht davon verwirren lassen, dass es so viele verschiedene Suchkriterien gibt. Es reicht, ein Kriterium anzugeben (z.B. ein Bundesland) und dann in die aufscheinende Karte hinein zu zoomen.
Über 5800 Betriebe sollen schon dabei sein. Das ist natürlich nicht wahnsinnig viel, wenn man bedenkt, dass im Moment neun europäische Länder dabei sind.
Wünschen wir Bett+Bike den Erfolg, dass sich möglichst viele Betriebe dieser nützlichen Initiative anschließen.



Da ich meist zelte, waren für mich natürlich vor allen Dingen die beteiligten Zeltplätze interessant: da sind noch nicht so viele dabei. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zeltplatz mit den Bett+Bike Kriterien auf meiner Route und in Tagestourentfernung dabei ist, ist nicht sehr groß.
Wenn ich jedoch nicht quer durchs Land führe, sondern mich auf einem der großen Radfernwege befände – z.B. dem Weserradweg -  wäre es schon wahrscheinlicher, dass ich fündig würde.


Ich hatte mir vor zwei Wochen die kostenlose Bett+Bike App heruntergeladen.
Die Verbreitung der App wird sich auch daran festmachen, ob die Macher es schaffen, sie noch ein bisschen gefälliger zu gestalten.
Ich hatte die App also frisch heruntergeladen, wurde dann aber beim Menüpunkt „Info“ immer aufgefordert, die neue Version zu laden.
2 Wochen später tat das Programm dann endlich(oh Mirakel der Technik!), was es sollte: mir Informationen geben über den ausgewählten Beherbergungsbetrieb und vor allen Dingen über die Preise.



Naja, wenn ich unterwegs bin, kann der Blick auf die App – insbesondere mit Nutzung der Ortungsfunktion – durchaus nützlich sein und mir verraten, ob ein angeschlossener Betrieb in der Nähe ist.
Im nächsten Sommer kann ich dann die App einmal unter realen Bedingungen testen.
Ja, und wenn es dann passt, dann nehme ich doch lieber einen fahrradfreundlichen Betrieb aus der Bett+Bike Liste....
Ich bin gespannt!

Donnerstag, 2. November 2017

Radfahren auf Mallorca / Titelpost



Titelpost
Radfahren auf Mallorca
Mallorca ist als Radfahrerdestination bekannt; allerdings nur als "Trainingslager" für Radsportprofis und für Radsportferienangebote.
Diese Rubrik jedoch(rechts in der Seitenleiste anklicken) zeigt Impressionen von Tages- und Halbtagesgenussrundtouren.
Die müssen dann allerdings - je nach Standort - mit dem Auto angefahren werden.
Die Serie wird fortgesetzt.
Auf diesen Touren kann man auf genussvolle Weise Mallorcas schöne Landschaft abseits der Touristenballungen erleben - und zwar ohne Gruppengeschwindigkeitszwang, ohne Guide und mit Stopps, wo immer man will.

                      


Inspirationen findet man z.B. auf der openfietsmap: eine Karte, die einen glücklich macht! (siehe auch unter "Blog: 2014", Post vom 5. Juni 2014).
Desweiteren standen mir folgende gedruckte Karten zur Verfügung:


Neu: eine Liste der beschriebenen Touren mit den Nummern der Tracks.
hier Klicken für den Ordner mit allen Mallorcatracks!

Tracknummer                                                                                            Post vom..

1
rund um Selva
 (18 km)
22.3.2012
2
Campanet Achter
 (18 km)
13.4.2013
3
Sa Poblarunde
 (25 km )
22.3.2012
4
Via Verde Manacor – Artà einfach
 (30 km)
24.10.2014
5
Artà – San Llorenc   Schleife
 (30 km)
24.11.2014
6
rund um Sencelles 
 (27 km)
24.11.2014
7
Schleifen Llucmayor
 (33/34km)
24.11.2014
8
Campanet–Pollenca-Moscari-Campanet
 (41 km)
01.11.2017
24.11.2014
9
Manacor – Inca
 (47 km)
11.3.2015
10
rund um den Incaberg
(20 km )
22.3.2016
11
Alcudiarunde               
(54 km)
20.3.2017
12
Botanicactus
(17/26 km)
22.10.2016
13
rund um San Llorenc 
(41 km)
12.3.2017
14
Costitx – Algaida         
(32 km)
18.3. 2017
15
rund um Manacor 1
(58 km)
20.3.2017
16
rund um Mancor 2 (erweiterte Nr 13)
(63 km)

17
Caimari – Mancor – Lloseta
 (24 km)
22.3.2012
18
Felanitx- Cala Llombards und zurück
(64 km)
30.10.2017


 
hier spackt mal wieder das Programm.....



















































Mittwoch, 1. November 2017

Radfahren auf Mallorca (18)


Campanet – Pollenca
43 km
Man muss sich das einmal klar machen: heute ist der 1. November und ich mache eine Ausfahrt nur mit kurzer Hose und Hemd bekleidet!
Das ist der Sehrspätsommer auf Mallorca!
Da kann man dem Leben schon mal dankbar sein!
Ich habe mir also die Strecke Campanet – Pollenca vorgenommen. Es gibt eine kleine Schleife vor Pollenca; ansonsten bietet sich keine Rundtour an. Man muss nahezu die gleiche Strecke zurück fahren.

Aber das macht nichts. Das Fangartal ist einfach wunderschön! Wir haben es immer Fangartal getauft nach der Finca  Fangar. Ich habe jetzt mal auf der Karte geschaut, wie es denn nun richtig heißt: Vall de Ca N´aixarteil.
Wie auch immer:  von Campanet geht es erst einmal abwärts hinunter. Sie haben endlich der Straße bis zum Kirchlein Saint Miquel eine neue Asphaltdecke zukommen lassen. Das ist gut, denn so kann man die Abfahrt endlich mal genießen. Das war auch dringend nötig, denn als Fahrradstraße darf sie nicht solche gefährliche, unberechenbare Schlaglöcher haben, wie es vorher der Fall war!

(Übrigens ist auch auf einer meiner Lieblingsstrecken, der von mir sogenannten "Balkonstrecke" zwischen Caimari und Binibona, der Asphalt neu gemacht worden: jetzt kann man auch hier bis zur Kreuzung nach Moscari sich dem Geschwindigkeitsrausch hingeben oder aber sorglos die wunderbare Aussicht in die Ebene genießen, ohne ständig die Schlaglöcher im Blick behalten zu müssen. / Radfahren auf Mallorca 2: Campanet Achter/ Post vom 13.4.2013).

die Abfahrt bzw die Auffahrt hinter Campanet



Ich rase also mit mehr als 40km/h hinunter. Normalerweise bin ich als Flachländer sehr ängstlich mit den Abfahrten und bremse die Geschwindigkeit aus - zumal auf so einem nervösem Gerät wie einem Rennrad.
Aber heute geht es.
Das Fangartal ist feuchter als die übrigen Gebiete und entsprechend ist die Vegetation. So hat man 11 sehr schöne Kilometer vor sich.

Blick vom "Fangartal" auf den Tomir

Das "Fangartal" ist grün



Danach muss man auf die Hauptverkehrsstraße Sa Pobla – Pollenca einschwenken; aber die hat einen Seitenstreifen, den man sehr gut befahren kann. 



Nach 2 Kilometern schwenke ich nach rechts ins Campo, umfahre den Puig Maria und komme so nach Pollenca. 

Blick zurück in die Berge im Campo vor Pollenca



Obwohl schon Nachsaison ist, ist Pollenca noch fest „ in englischer Hand“.








Auf der Placa Mayor lasse ich mich in einem der vielen  Cafés nieder und bestelle Café con Leche und eine Ensaimada.
Heute ist Feiertag und das Leben ist gemächlicher. Die meisten Läden sind geschlossen.



auf der Placa Mayor von Pollenca

Nach der Pause folgen 4 km auf der Hauptstraße, bevor ich wieder ins Fangartal einschwenken kann. 


Wunderbar! Ich merke, dass das Fangartal nicht zum Meer hin abfällt, sondern Richtung Campanet. Ich rase also mit ca 34 km/h das Tal hinunter und genieße. Aber das dicke Ende kommt ja noch!  Wenn man zu Beginn eine Abfahrt hatte, kommt zum Ende natürlich eine Auffahrt! 

die Kirche Sant Miquel

Campanet liegt auf einer langgezogenen Hügelkuppe; da kommt man nur durch einen riesigen Umweg drum herum.  Also da muss man rüber!
1,7 km ist die Auffahrt lang.
Während der Auffahrt schwitze ich; kaum bin ich oben, sage ich: so what!
Ich habe danach noch Appetit und mache noch die 8 km Schleife über Moscari nach Campanet zurück.

Blick zurück auf Campanet auf der Fahrradstraße nach Moscari
...und hier gehts zum Track!

Montag, 30. Oktober 2017

Radfahren auf Mallorca (17)


Felanitx – Cala Llombards
und zurück
64 km

Ein günstiger Dienstplan und das Entgegenkommen meiner Kollegen bescherte mir eine zusätzliche Woche Mallorca Ende Oktober.
Was für ein Genuss!
Die Temperaturen waren spätsommerlich, das Meer unendlich angenehm, die Abendtemperaturen gestatteten ein Sitzen auf der Terrasse bis weit in die Dunkelheit.
Und der Herbst mit seinen gelegentlichen Regenfällen hat die Insel wieder schön grün gemacht.
Neben unseren kleinen Lieblingstouren auf dem Fahrrad kam auch eine größere Neue im Südosten der Insel dazu: von Felanitx nach Cala Llombards und auf anderen Wegen zurück. Der Rückweg war Teil der von uns angedachten Mallorca Rundtour, die wir jetzt für Mai 2019 planen. So konnte ich wieder ein Teilstück erproben, ob es die Kriterien erfüllt: schöne Landschaft, motorverkehrsarme Wege und einigermaßen beinschonend.

Mallorca ist – anders als das gängige Bild bei uns – eine Agrarinsel. Im Inneren ist Landwirtschaft. Es gibt ein unendliches Labyrinth von kleinen Wegen, welche die sehr verstreut liegenden Anwesen verbinden. Und auf diesen Wegen lässt es sich meist sehr genussvoll fahren. Im Labyrinth braucht man eine gute Karte oder so wie ich Navigationsgerät: dann kann man sich dem sorglosen Fahren hingeben.

Ich starte in Felanitx, wo ich den Wagen in einer Seitenstraße parke.
Durch ein Gewerbegebiet geht es dann hinaus in die Landschaft. Wunderbar!
Es geht in den Südosten der Insel; hier ist die Insel wesentlich trockener als in den restlichen Gebieten.







einfach idyllische Wege!

Erst nach 33 Kilometern treffe ich auf eine Ortschaft – Es Llombards. Da ist dann eine Pause mit einem kleinen Snack fällig.


Vor der Bodega sitzen alte Männer, die sich auf ein Getränk und einen Schwatz getroffen haben. Und das geht laut zur Sache. Ich verstehe nichts, denn sie reden natürlich Mallorquin. Aber die Geräuschkulisse gehört mit zum Erleben und mir wird klar, wie gern ich hier auf der Insel bin – und zwar im alltäglichen Leben und nicht in den Touristenhotspots.

Pause in Es Llombards

Von Es Llombards ist es dann nicht mehr weit zur Cala Llombards: dies ist ein Ferienort – aber ein ruhiger. Keine lauten Bars und Clubs - nur eine kleine Bucht, wo jetzt noch überwiegend Deutsche den späten Sommer genießen.
Hier setze ich mich eine Weile an den Strand und schaue aufs Meer und die hier felsige Küste.

Cala Llombards



Mein Rückweg geht dann über Santanyi, welches ich nur durchfahre. In s´Alqueria Blanca mache ich Pause auf dem Platz. Ich bin jetzt bei Tageskilometer 51 und habe Hunger. Aber kein Problem: auf dem zentralen Platz wird man immer fündig.




Hier hält auch der Bus. Seine Anzeige wechselt zwischen dem katalanischen „Aeroport“ und dem deutschen „Flughafen“. Das verblüfft mich schon....

Die letzten Kilometer gehen wieder durch die jetzt doch sehr gewellte Landschaft.
 


die Landschaft ist jetzt deutlich welliger

4 km muss ich auf der Hauptstraße fahre, die von der Cala d´Or kommt, was nicht so angenehm ist.

Blick zurück: in der Ferne das Meer

Aber dann kann ich wieder auf ein Nebensträßchen wechseln, welches mich dann direkt nach Felanitx zurück bringt.



und hier gehts zum Track!